Historie und Hintergrundwissen zum Waldpark

 

Der Waldpark ist mit seiner Fläche ein kleines Waldgebiet in Mannheim. Es entstand früher in der Aue von Rhein und Neckar und hat daher einen ganz besonderen Charakter.

Im Jahre 1600 lag die Mündung des Neckars im Bereich des Strandbades, daher der Stadteilname "Neckarau". Die Bäume wuchsen auf häufig überschwemmten Standorten und unterlagen keiner systematischen Anpflanzung, wie zum Beispiel im Käfertaler Wald. Daher finden sich überwiegend Laubbäume, zum Beispiel Pappeln, Eschen, Weiden, im Waldpark wieder. Mit jedem Hochwasser veränderte sich der Wald und hinterließ seine Spuren in Form von Lichtungen oder ehemaligen Wassergräben (Schluten).

Die natürliche Zusammensetzung und Anordnung der Bäume, die lichten Flächen im Bereich Lindenhof und die zunehmende Verdichtung im Bereich Franzosenweg machen heute die Attraktivität des Waldpakes aus und lassen den Waldpark einen ganz besonderen Reiz versprühen. Vor allem in den Bereichen der Naturschutzgebiete "Reißinsel" und "Bei der Silberpappel" findet sich eine unberüherte Natur wieder, die vom ständigen Wandel des Waldes zeugt.

Das Naturschutzgebiet "Reißinsel", welches mit seinen Beständen an Hart- und Weichholzauwäldern der Überschwemmungsdynamik des Rheins unterliegt, darf während der Vogelbrutzeit vom 1. März bis 30. Juni nicht betreten werden. Ein Betreten ausserhalb der Vogelbrutzeit zeigt den Reiz der Reißinsel, neben unterschiedlichen Auwaldbeständen finden sich hier Obstwiesen und zahlreiche Schluten.